Papst Shenouda III. besucht Kloster

Brenkhausen/Borgentreich (aun/cr). Hoher Besuch im Kloster Brenkhausen: Der Papst der Koptischen Kirche, Seine Heiligkeit Shenoudah III., kam, um den Baufortschritt in dem ehemaligen Benediktiner-Kloster zu begutachten und prominente Persönlichkeiten des Kreises zu empfangen. Große Freude bereitete dem 76jährigen ein ganz besonderes Willkommens-Komitee. Kindergartenkinder begrüßten Seine Heiligkeit mit liebevoll gebastelten bunten Fähnchen und Liedern.

(© Höxterische Zeitung vom 30. September 1997)

Die Kinder werden sehr stolz nach Hause gekommen sein. Denn aus der Hand des Kopten-Papstes hatten sie kleine Kreuze erhalten. Begrüßt wurde Shenouda III. in Brenkhausen unter anderem von dem CDU-Bundestagsabgeordneten Meinolf Michels, Landrat Hubertus Backhaus und Höxters Bürgermeister Klaus Behrens sowie Bischof Consbruch.

In Brenkhausen entsteht ein Kopten-Kloster und ein geistiges Zentrum, in der Kaserne Borgentreich, die die Kopten vor wenigen Monaten erworben hatten, ein Schulungszentrum.

Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt hatte den Past in Borgentreich, wo auch die Jahrestagung von orthodoxen Bischöfen und Priestern aus ganz Europastattfand, begrüßen können.

Seine Heiligkeit Shenouda III. sprach sich nachdrücklich für ein Miteinander aller christlichen Kirchen aus. Er spüre ein Gefühl für die Einheit der Kirchen, sagte er. Ausführlich berichtete er über Bemühungen in Ägypten, junge Menschen frühzeitig in das religiöse Leben einzubeziehen. »Eine Kirche ohne Jugendliche ist eine Kirche ohne Zukunft. Doch zugleich sind Jugendliche ohne Kirche auch Jugendliche ohne Zukunft«, sagte der Patriarch. Jungen Menschen solle der Geist der Einfachheit und der Liebe vermittelt werden, dann werde ihre enge Verbindung zum Glauben bestehen bleiben. Der Besuch Shenoudas ist sein dritter in Deutschland. Der Ägypter ist Oberhaupt von 12 Millionen Kopten.