Koptischer Generalbischof in Deutschland zum Metropoliten erhoben

Anba Damian bleibt bescheiden: „Ich betrachte mich als Diener der Kirche“

(© IDEA Pressedienst NR. 233 vom 24. NOVEMBER 2025 )

Kairo/Höxter (IDEA) – Der koptische Papst Tawadros II. hat den Generalbischof der Koptisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, zum Metropoliten erhoben. Die Ernennung erfolgte am 23. November in der Markus-Kathedrale von Kairo. Der 70-Jährige ist seit 1995 Generalbischof und seit 2013 Diözesanbischof für Norddeutschland mit Amtssitz im Kloster Brenkhausen (Höxter). Damit berief die koptische Kirche erstmals einen Metropoliten für den Dienst in Deutschland. Metropoliten stehen einer Gruppe von Bischöfen vor. Auf die Frage der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, was für ihn der Aufstieg bedeute, reagierte Damian bescheiden: „Ich betrachte mich nach wie vor als Diener der Kirche.“ Er verstehe die Ernennung auch als Würdigung seiner bisher geleisteten Arbeit. Als Metropolit werde er künftig einem Gremium angehören, das Papst Tawadros II. in wichtigen Fragen berate, vor allem bei kirchenpolitischen Entscheidungen. Damian absolvierte zunächst ein Medizinstudium. Von 1981 bis 1991 war er als Arzt in Deutschland tätig, bis er sich für ein Leben als Mönch entschied. Die koptische Kirche geht der Überlieferung zufolge auf eine Gründung des Apostels Markus etwa zwischen 50 und 60 n. Chr. zurück. Sie ist damit eine der ältesten Kirchen. Die Zahl der Kopten wird weltweit auf rund 15 Millionen geschätzt. Sie leben vor allem in Ägypten. In Deutschland liegt ihre Zahl bei etwa 20.000.